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Älterer Triebschnee in den Hochlagen!
Älterer Triebschnee in den Hochlagen!
Die Lawinengefahr wird weiterhin mit mäßig beurteilt. Die 2 Hauptproblematiken bleiben gleich: 1) In den Hochlagen: Älterer Triebschnee bzw. frischer Triebschnee kann durch eine große Zusatzbelastung ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen befinden sich im Nord und im Ostsektor. Vorsicht hinter Geländekanten und bei Einfahrten von Rinnen und Mulden, hier sollten die älteren Triebschneemengen nicht unterschätzt werden. 2) In den mittleren und tiefen Lagen: Am Samstag gab es mehrere spontane Lawinen die als Gleit. bzw. Nassschneelawinen spontan ausgelöst haben. Durch die weitere Erwärmung sind weiterhin Gleitschneelawinen möglich. Diese können im Wald auf einer Laubschicht abgleiten!
Die Schneedecke konnte sich setzen. In den Hochlagen ist die Schneedecke meist hart und teilweise eisig. Im Leebereich liegt älterer Triebschnee auf einer weichen Schicht auf. Rinnen und Mulden wurden mit Triebschnee gefüllt. Durch den auffrischenden Nordwestwind bilden sich in den Hochlagen im Ostsektor frische Triebschneeansammlungen. Der frische, aber gering mächtige Triebschnee lagert sich auf einer Oberflächenreifschicht ab. Durch den Temperaturanstieg wurde der Schnee bis in die mittleren Lagen feucht. Der Schnee ist in Bodennähe nass und hat keine gute Verbindung zum Boden.
Am Alpenostrand sorgen anfangs Reste einer abziehenden Störung mit Regen bis in Mittelgebirgslagen oft für Glättegefahr in Tallagen, später ist es aber meist aufgelockert bewölkt und somit zeitweise sogar sonnig. Es werden allerdings keine großen Neuschneemengen erwartet. Der Höhenwind aus West-Nordwest kann jedoch sehr lebhaft bis kräftig werden! Nachmittagstemperaturen auf 1500m um minus 1 Grad.
Wetter am Montag: Eine weitere atlantische Störung zieht bis zum Vormittag durch, dabei steigt die Schneefallgrenze auf bis zu 1700m Seehöhe! Der Wind weht dabei stark bis stürmisch! Temperaturanstieg in 1500m Seehöhe auf ca. plus 3 Grad. Die Nassschneeproblematik bleibt in den mittleren Lagen aufrecht.
Bulletin data: Avalanche Warning Service Lower Austria (CC BY 4.0)