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Unergiebiger Regen bis in hohe Lagen - leichter Anstieg der Nassschneeaktivität
Unergiebiger Regen bis in hohe Lagen - leichter Anstieg der Nassschneeaktivität
Es herrscht geringe Lawinengefahr. Mit einsetzendem Regen nimmt jedoch die Wahrscheinlichkeit nasser Lockerschneerutsche aus steilem Feld- und Schrofengelände aller Expositionen untertags etwas zu. Weiterhin können vereinzelte Gleitschneelawinen aus noch nicht entladenen steilen Wiesenhängen und Waldbereichen nicht ausgeschlossen werden. Bereiche unter Gleitschneemäulern sollten daher gemieden werden.
Die Schneedecke ist kompakt und meist bis in hohe Lagen feucht, in Bodennähe nass. Schattseitig hat die Schneedecke noch Kältereserven, sonnseitig wurde die Schneeoberfläche untertags angefeuchtet und aufgeweicht. Über Nacht kann die Schneedecke zwar etwas auskühlen und sich verfestigen, es bildet sich aber nur selten ein tragfähiger Harschdeckel. Im Tagesverlauf führt leichter Regen in allen Expositionen zu oberflächlicher Anfeuchtung der Schneedecke. Tiefe und mittlere Lagen sind meist schon schneefrei.
Eine schwache Kaltfront zieht am Samstag über die Niederösterreichischen Alpen. Dichte Wolken umhüllen die Gipfel des Landes, außerdem ziehen einige Regenschauer durch, die Niederschlagsmengen am Alpenostrand bleiben jedoch gering. Die Schneefallgrenze liegt anfangs noch über 2000m und sinkt erst abends auf Lagen um 1600m ab. Nachmittags gibt es zwar immer noch Niederschlag, dieser lässt aber langsam nach. Der Höhenwind weht mäßig bis lebhaft aus West. Die Vormittags- und Mittagstemperaturen pendeln auf 1500m um 5 Grad, in Folge wird es spürbar kühler.
Die Nassschneeaktivität nimmt mit weiterer Abkühlung wieder ab. Die Lawinengefahr ändert sich kaum.
Bulletin data: Avalanche Warning Service Lower Austria (CC BY 4.0)