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Triebschnee in den höheren Lagen meiden - spontane Lawinen sind möglich!
Triebschnee in den höheren Lagen meiden - spontane Lawinen sind möglich!
Die Lawinengefahr ist vor allem über der Waldgrenze erheblich. Die großen Neuschneemengen wurden durch starken bis teils stürmischen Wind um West bis Nordwest verfrachtet. Somit haben sich labile Triebschneepakete gebildet. Gefahrenstellen befinden sich vor allem im Steilgelände in Kammnähe, teils aber auch kammfern, hinter Geländekanten sowie in verfüllten Mulden und Rinnen. Die Anzahl der Gefahrenstellen nimmt mit der Höhe deutlich zu. Schneebrettlawinen können bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Spontane Lockerschnee- oder Schneebrettlawinen sind aus extrem steilem Gelände weiterhin zu beachten. In den tiefen und teils mittleren Lagen sind mit den etwas milderen Temperaturen Gleit- und Nassschneelawinen aus nicht entladenem Steilgelände möglich.
In den letzten 3 Tagen gab es großen Neuschneezuwachs (3 Tages Summe: teils über 100 - 120 cm). Starker bis teils stürmischen Wind um West bis Nordwest hat teils auch umfangreiche Triebschneeablagerungen gebildet. Die Triebschneepakete enthalten Schwachschichten und auch die Bindung zur Altschneedecke ist nicht immer ausreichend. Mit den etwas milderen Temperaturen kann sich die Schneedecke bereits setzen. In den tiefen und teils mittleren Lagen wird der Schnee durch etwas Regen und leichtem Temperaturanstieg feucht bis nass.
In der Nacht auf Sonntag gibt es nochmals Neuschneezuwachs. Der Sonntag bringt auf den Bergen oft noch eingeschränkte Sicht. Die Wolken hängen tief und es schneit oder regnet zeitweise leicht. Die Schneefallgrenze liegt um 1300 m. Der Wind stört kaum. In 1500 m hat es um 0 Grad, in 2000 m um -3 Grad. Am Montag ist die Sicht meist schlecht. Wolken und Nebel überwiegen. Es kann auch ein wenig regnen oder schneien. Die Schneefallgrenze liegt um 1500 m. Der Nordwind bleibt meist schwach. In 1500 m um 1 Grad, in 2000 m um -2 Grad.
In den Hochlagen ist die erhebliche Lawinengefahr weiterhin zu beachten.
Bulletin data: Avalanche Warning Service Upper Austria (CC BY 4.0)