Gliding snow
- All elevations
Geringe Lawinengefahr
Geringe Lawinengefahr
Die Lawinengefahr ist allgemein gering. Mit starkem Erwärmungsimpuls nimmt jedoch in allen Höhenlagen die Nass- und Gleitschneeaktivität etwas zu. Aufgrund der geringen Schneelage bleiben die Lawinen jedoch generell klein. Gefahrenbereiche befinden sich unterhalb von noch nicht entladenen Steilhängen mit Grasflächen, laubbedecktem Boden oder glattem Fels wo die Gleitschneeaktivität wieder zunimmt sowie bei ausreichend Schneelage im sehr steilen sonnseitigen Gelände, wo sich spontan nasse Lockerschneelawinen lösen können.
Mit anhaltend milden Temperaturen konnte sich die Schneedecke weitestgehend setzen. Nun wird sie nach und nach angefeuchtet und verliert die Festigkeit. In den Morgenstunden kann die Schneeoberfläche nach der Auskühlung über Nacht noch etwas verharscht sein und verliert untertags wieder an Bindung. Das Schneedeckenfundament ist in allen Höhen meist feucht oder nass, die Bindung zum Untergrund ist besonders auf glatten Flächen (z.B Gras oder Buchenlaub) nicht gut und die Schneedecke kann abgleiten.
Ein kräftiges Hoch über West- und Mitteleuropa sorgt bei ausgezeichneter Fernsicht für strahlenden Sonnenschein auf den Bergen. Es zeigen sich kaum Wolken am Himmel. Für die Jahreszeit ist es auf den Bergen ausgesprochen mild, in 1500m hat es tagsüber 10 bis 12 Grad! Der Wind weht meist nur schwach bis mäßig aus West bis Nordwest.
In den Tälern liegt teils länger Nebel, während sich über den Gipfeln kaum Wolken zeigen. Der Höhenwind weht schwach bis mäßig aus West, zum Abend hin nimmt er generell etwas zu. Weiterhin ist es ausgesprochen mild mit rund 10 Grad in 1500m Seehöhe. Die Nass- und Gleitschneeproblematik bleibt bestehen, an der Lawinengefahr ändert sich kaum etwas.
Bulletin data: Avalanche Warning Service Lower Austria (CC BY 4.0)