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In Hochlagen Triebschnee, darunter Nassschnee
In Hochlagen Triebschnee, darunter Nassschnee
Die Lawinengefahr wird unter rund 2200 m mit Gering, darüber mit Mäßig beurteilt. In hohen und hochalpinen Lagen bilden frische Triebschneeablagerungen das Hauptproblem. Diese sind vor allem in südlicheren Expositionen, in Rinnen, Mulden und hinter Geländekanten zu finden. In Lagen darunter ist die feuchte und auch nasse Schneedecke das Hauptproblem. Hier überwiegt dass Nassschneeproblem mit Nass- und Gleitschneelawinen. Die Lawinengefahr schwankt örtlich je nach Niederschlagsmenge, Niederschlagsart und Niederschlagsintensität in der Gefahrenstufe Mäßig.
Mit etwas Neuschnee und mäßigem Windeinfluss entstehen am Dienstag in höheren Lagen meist kleinere Triebschneeablagerungen, welche anfangs eine noch schwache Bindung zur feuchten Altschneedecke aufweisen. In tieferen Lagen wird die noch vorhandenen Schneedecke durch den Regeneintrag weiter durchfeuchtet und durchnässt. Nach Ende der Niederschläge können sich die Triebschneeablagerungen mit der Altschneedecke wieder etwas besser verbinden.
Nach dem Staatsfeiertag schwenkt von Westen eine Kaltfront über den Alpenraum hinweg. Gleichzeitig bildet sich über Mittelitalien ein Tief. Danach baut sich für einige Tage Hochdruckeinfluss auf. Dienstag: Den ganzen Tag über sind die Wolken dicht und es regnet und schneit, in höheren Lagen, verbreitet leicht, in den Karawanken auch mäßig. Am wenigsten Niederschlag ist in den Tauern zu erwarten, wo es tagsüber auch einige trockene Phasen gibt. In 2000 m erreichen die Temperaturen bei mäßigem Ost bis Nordwind rund +1 Grad. Mittwoch: Die Wolken ziehen nach Osten ab, der Tauernhauptkamm steckt noch etwas länger in Wolken. Die Sonne kann sich im Tagesverlauf in allen Gebirgsgruppen durchsetzen. Es bilden sich aber auch einige Quellwolken. Bei mäßigem Nordostwind hat es in 2000 m um +4 Grad.
Die kleineren Triebschneeablagerungen in höheren Lagen können sich zunehmend setzen, die Schneedecke wird weiter durchfeuchtet und nimmt ab. Nächster Lawinenbericht am Mittwoch.
Bulletin data: Avalanche Warning Service Carinthia, lawinen.report (CC BY 4.0)