Favourable situation
- Alle Höhenlagen
Geringe Lawinengefahr, die Absturzgefahr steht im Vordergrund!
Geringe Lawinengefahr, die Absturzgefahr steht im Vordergrund!
In den Niederösterreichischen Alpen ist die Lawinengefahr weiterhin gering. Es existieren kaum Gefahrenstellen. Mit der Erwärmung und Einstrahlung können sich im Tagesverlauf vereinzelt Nass- und Gleitschneerutsche aus steilem Gelände spontan lösen. Im schattigen Steilgelände sollten ältere Triebschneelinsen bzw. die lockere Schneeauflage im Sinne der Absturzgefahr kritisch bewertet werden!
Durch den kontinuierlichen Temperaturwechsel, Ein- und Ausstrahlung sowie Windeinwirkung ist die Schneeoberfläche oft verharscht, stellenweise eisig. Schattseitig existieren vereinzelt noch ältere, dünne Triebschneeauflagen bzw. eine lockere, aufgebaute Schneedecke bzw. Oberfläche. Mit Temperaturanstieg und Einstrahlung wird die Schneedecke angefeuchtet und verliert an Festigkeit. Die Ausaperung schreitet zügig voran, auch in den Hochlagen liegt in allen Gebirgsgruppen deutlich weniger Schnee als in einem durchschnittlichen Winter.
Mit einer antizyklonalen Südwestströmung werden sehr milde Luftmassen in die Niederösterreichischen Alpen geführt. Anfangs noch stärker ausgeprägte Wolkenfelder ziehen nach und nach ab, stellenweise kommt zwischen hohen Wolkenfeldern die Sonne länger zum Vorschein. Bei mäßig bis lebhaftem Südwestföhn steigen die Temperaturen bis zum Abend in 2000m auf Werte um +8 Grad, in 1500m um +13 Grad an. Auch die Silvesternacht verläuft extrem mild.
Überwiegend sonnig und mild verläuft der Neujahrestag, ein Kaltfront sorgt aus heutiger Sicht von Dienstag (03.01.) auf Mittwoch für kurzzeitige Abkühlung und etwas Neuschnee. Aktuell ändert sich an der Lawinensituation nichts Wesentliches. Der Lawinenwarndienst wünscht ein unfallfreies Jahr 2023!
Bulletin data: Avalanche Warning Service Lower Austria (CC BY 4.0)